Rahmenscherversuch

Ein Rahmenscherversuch bzw. direkter Scherversuch nach DIN 18137-3 wird im Erd- und Grundbau zur Bestimmung der Scherfestigkeit und Restscherfestigkeit durchgeführt.

                                                                                                                          

Anwendung

Im direkten Scherversuch (DSR) wird ein quader- oder kreisförmiger Probenkörper in einen Rahmen bestehend aus zwei Teilen eingebaut. Durch Verschiebung eines der beiden Rahmenteile gegen den feststehenden Rahmen wird eine Scherfläche erzeugt in der sich eine Scherspannung aufbaut. Die Seitendehnung der Probe wird durch den Scherrahmen verhindert. Die Normalspannung wird senkrecht zur Scherfläche aufgebracht. Zur Bestimmung der Scherparameter werden die maximalen Scherspannungen aus mindestens drei Einzelversuchen über den aufgebrachten Normalspannungen aufgetragen bzw. in einem Diagramm eingezeichnet. Mit der sich ergebenden Regressionsgerade (Schergerade) können die Kohäsion sowie der effektive Reibungswinkel bestimmt werden.

Prüfgerät
Versuchsdurchführung und Auswertung

Der Scherversuch gliedert sich in zwei Teile, dem Konsolidationsvorgang und dem eigentlichen Abschervorgang. Dabei müssen die Normal- bzw. Konsolidationsspannung sowie die Schergeschwindigkeit der Bodenart, der Vorbelastung und dem Bauvorhaben angepasst sein.
Der Abschervorgang erfolgt mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit. Im Versuch werden die Setzung, der Scherweg und die Scherkraft gemessen und aufgezeichnet.

Auswertung mit MS-Excel

Die Versuchsauswertung lässt sich in wenigen Schritten mit der MS-Excel-Mappe EXL.SHEAR.PROT durchführen. Folgendes Video-Tutorial (ca. 2 min) zeigt hierbei dem Anwender die einfache und komfortable Protokollerstellung.